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Stadtwerke informieren Elektro-Installateure aus der Region

Erkrath. Die Stadtwerke Erkrath haben Elektro-Installateure aus der Region über neue Branchen-Richtlinien sowie wichtige Vorschriften in puncto Arbeitssicherheit informiert. Zu der Fachveranstaltung „Errichten elektrischer Anlagen nach VDE 0100“ am 17. Juni 2011 kamen 87 Handwerker in die Brüggermühle nach Erkrath. Drei Experten referierten dort über Schutzmaßnahmen vor Überspannung bei Neubauten, Kabel- und Leitungsschutz sowie Sicherheitsaspekte bei Photovoltaikanlagen. Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken sagt dazu: „Mit diesem kostenfreien Service möchten wir unsere Partner aus dem Handwerk  auf den neuesten Stand bringen. Der Punkt Arbeitssicherheit genießt dabei  absolute Priorität.“ Bereits zum vierten Mal richtete der lokale Energieversorger die jährliche Infoveranstaltung aus. Kooperationspartner war die Markus Kopp Elektrogroßhandels GmbH aus Erkrath.

Dass die Erkrather Stadtwerke mit diesem Angebot auf konstant großes Interesse stoßen, ist für Leòn Lemlijn, Teamleiter Netzservice bei den Stadtwerken, keine Überraschung: „In der Elektrotechnik entwickeln sich ständig neue Anforderungen, da muss man immer auf der Höhe sein.“ Durch die Verknüpfung mit dem Energiewirtschaftsgesetz hätten die Richtlinien des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) zudem jetzt verbindlichen Charakter. „Das Problem ist aber, dass die Lehrgänge zeitintensiv und oft teuer sind“, so Lemlijn. „An dieser Stelle unterstützen wir das örtliche Handwerk gerne.“

Markus Graf, Elektrotechniker aus Erkrath, hat die Fachveranstaltung der Stadtwerke bereits zum zweiten Mal besucht: „Ich bekomme dabei ganz kompakt alle relevanten Informationen geliefert. Dafür müsste ich woanders an mehreren Seminaren teilnehmen.“  Besonders interessant fand der Erkrather Handwerksmeister den Abschnitt über Photovoltaikanlagen. Die Teilnehmer erfuhren dabei Näheres über die Brandbekämpfung an den betreffenden Gebäuden sowie über die neue – insbesondere für die Feuerwehr relevante – Kennzeichnung der Solaranlagen.

„Es waren auch beim Thema Blitz- und Überspannungsschutz einige Punkte dabei, die mir in der Praxis ungemein weiterhelfen“, ergänzt Graf. So wies der Fachreferent darauf hin, dass zur Erdung (Fundamenterdung) an Neubauten nicht mehr verzinktes Stahlband, sondern nur noch rostfreies Edelstahl im Erdreich außerhalb der Fundamente verwendet werden darf. Das früher genutzte Stahlband nutze sich zu schnell ab.

Als Ergänzung zu den drei Experten aus der Elektrotechnik zeigte Leòn Lemlijn  die Folgen des aktuellen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und der Mess-Zugangsverordnung (MessZV) für Energieversorger, Installateure und Kunden auf: So hat die Trennung von Netzbetreiber und Vertrieb innerhalb der Stadtwerke  zu neuen und viel komplexeren Vertragskonstellationen und Arbeitsabläufen geführt. Die Stadtwerke können nun als Netzbetreiber, Lieferant oder Messstellenbetreiber auftreten. „Diese Neuerungen zu durchschauen, ist auch für Elektro-Installateure wichtig“, so Lemlijn. Ziel der Liberalisierung ist es, durch mehr Wettbewerb die Kosten für den Endverbraucher transparenter und günstiger zu gestalten.

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