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Stadtwerke bieten Beratung für verunsicherte Kunden

Erkrath. Nachdem die Staatsanwaltschaft Bonn jetzt nach wochenlangen Sondierungen formelle Ermittlungen gegen das Management des Stromanbieters Teldafax aufgenommen hat, weisen die Stadtwerke Erkrath noch mal darauf hin, dass sich verunsicherte Teldafax-Kunden mit Ihren Fragen und Nöten gerne an die Stadtwerke Erkrath wenden können. Geschäftsführer Gregor Jeken: „Sollte jemand durch Teldafax zu Schaden gekommen sein, wollen wir als regionaler Energieversorger helfen, weiteren Schaden abzuwenden und die Energieversorgung für die Bürger sicherstellen“.

Vor wenigen Tagen waren offenbar im Stadtgebiet Erkrath so genannte Drückerkolonnen unterwegs, die versuchten, Kunden zu gewinnen. Gegenüber Privatleuten wurde an der Haustür behauptet, die Stadtwerke Erkrath hätten sämtliche Verträge gekündigt, die Kunden könnten jetzt ohne weiteres zu Teldafax wechseln. Die Verbraucherzentralen in NRW raten Bürgern hier ganz eindeutig, generell keine Geschäfte an der Haustür abzuschließen. Oft werde nach Quote bezahlt, sehr gut möglich, dass dabei auch unseriöse Aussagen gemacht würden. So war es wohl auch in Erkrath passiert. Gregor Jeken: „Es gibt ja gar keinen Anlass, Verträge zu kündigen. Und wenn sich etwas ändert, dann informieren wir unsere Kunden schriftlich – und zwar mindestens sechs Wochen im Voraus. Wir warnen vor übereilten Entscheidungen und bieten allen Erkrather Bürgern Rat und Hilfe an.“ Haustürgeschäfte können innerhalb von 14 Tagen rückgängig gemacht werden.

Grundsätzlich müsse auch vor den Vorauskassesystemen gewarnt werden, so die Stadtwerke. Denn das Geld sei man auf jeden Fall los, ohne zu wissen, ob man jemals die vereinbarte volle Leistung bekommt. Auch Bonuszahlungen seien tendenziell unseriös: „Viele Verbraucher wissen nicht, dass der Bonus bloß verrechnet und gar nicht ausgezahlt wird. Und viele wissen auch nicht, dass der Bonus erst dann verrechnet wird, wenn eine gewisse Vertragslaufzeit erreicht ist; sonst verfällt der Bonus nämlich“, erläutert Jeken.