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Stadtwerke Erkrath bieten jungen Leuten Perspektiven

Erkrath. Die Stadtwerke Erkrath werden in 2011 wieder zwei jungen Menschen die Chance auf eine fundierte Ausbildung geben. Erstmals bietet der heimische Energieversorger dabei eine Lehrstelle als Industriekaufmann an. Der zweite Ausbildungsplatz ist für einen angehenden Fachangestellten für Bäderbetreibe vorgesehen. Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken dazu: „Wir sehen uns als lokal verwurzeltes Unternehmen in der Verantwortung, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. Vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels wäre es auch aus unternehmerischer Sicht äußerst kurzsichtig, nicht auszubilden. Wir brauchen auch in Zukunft kompetente Mitarbeiter.“  In den vergangenen Jahren haben die Stadtwerke im Durchschnitt jedes Jahr zwei Ausbildungsplätze angeboten. Damit bildet der lokale Energieversorger sogar etwas mehr aus als es dem eigenen Bedarf entspricht.

Dies passt zu einem bundesweiten Trend, den der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beobachtet hat. Nach dessen Angaben haben 2010 über zwei Drittel der ausbildenden Mitgliedsunternehmen, mehr Lehrstellen offeriert als es notwendig wäre, um den eigenen Bedarf zu decken. Mit durchschnittlich sieben Prozent liegt die Ausbildungsquote über dem Mittel anderer Branchen. Insgesamt 70 Prozent  aller BDEW-Mitgliedsunternehmen bilden Jugendliche aus. Sie vergaben 2010 rund 18 300 Lehrstellen – 200 mehr als im Vorjahr.

Dass bei den Stadtwerken Erkrath 2011 zum ersten Mal ein Industriekaufmann ausgebildet wird, hat aus Sicht des kaufmännischen Leiters Jörg Germer einleuchtende Gründe: „Der theoretische Teil der Ausbildung ist einfach viel umfassender als bei einer Bürokaufmann-Lehre. Außerdem wird ein viel tieferes Verständnis der unterschiedlichen Unternehmensprozesse erreicht.“  Letzteres sei gerade bei den Stadtwerken Erkrath ein spannendes und vielschichtiges Feld, da sie nicht nur als Erzeuger und Verkäufer, sondern auch als Dienstleister  auftreten. Alle wichtigen Prozessabschnitte wie Erzeugung, Lagerung und Verkauf würden in der Ausbildung thematisiert. „Voraussetzung für die Lehre ist die mittlere Reife und ein im Gesamteindruck gutes Zeugnis“, ergänzt Germer. Aber auch Indikatoren wie beispielsweise unentschuldigte Fehlstunden, die Aufschluss über die Zuverlässigkeit eines Bewerbers geben, würden berücksichtigt.

Neben dem Industriekaufmann-Ausbildungsplatz wird 2011, wie in den Vorjahren auch, ein/e Fachangestellte/r für Bäderbetriebe ausgebildet. Geeignet dafür sind junge Leute, die mindestens einen Hauptschulabschluss mitbringen und sowohl die Schwimmprüfung als auch den Fachtest – da wird auch Spezialwissen wie beispielsweise der richtige Chlorgehalt des Wasser abgefragt – meistern.

Die angehenden Fachangestellten lernen in den Bädern der Stadtwerke Erkrath schnell, Verantwortung zu übernehmen. „Unsere Auszubildenden haben die Möglichkeit, bereits im ersten Ausbildungsjahr eigenen Schwimmunterricht zu geben oder beispielsweise in Eigenregie Wassergymnastik-Stunden zu gestalten“, so Dieter Bunthoff, Leiter Bäderbetriebe bei den Stadtwerken Erkrath. Nach Abschluss der Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe lockt der Beruf mit vielversprechenden Perspektiven. Die Weiterbildungsmöglichkeiten reichen vom Saunameister bis hin zum Hauptbetriebsleiter.

Spätestens im September beginnen die beiden neuen Azubis ihre Ausbildung bei den Stadtwerken. Die Bewerbungsfrist endete Mitte März. „Die Resonanz war gut, so dass wir zuversichtlich sind, zwei jungen Leuten, die einen starken Bezug zu der Region und der Stadt haben, einen Ausbildungsplatz bei uns anbieten zu können“, so Germer.

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