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Kundenfang an der Haustür und am Telefon

Erkrath. Die Stadtwerke Erkrath haben Anlass zu der Vermutung, dass im Stadtgebiet Stromanbieter mit einer unseriösen „Masche“ des Kundenfangs zu Werke gehen.
In den letzten Monaten hatten mehrere Stadtwerke-Kunden plötzlich eine Vertragsbestätigung eines neuen Stromanbieters erhalten. Sie gaben aber an, niemals wissentlich einen neuen Vertrag abgeschlossen zu haben. Nun häufen sich Anrufe bei Stadtwerke-Kunden, die zunächst davon ausgehen, mit einem Mitarbeiter der Stadtwerke zu sprechen. Doch dann versuchen die Anrufer, oft auf dreiste Art und Weise, Kundennummer und Zählernummer zu erfragen.
Andere Stadtwerke-Kunden berichten von Hausbesuchen dieser Art.

Die Stadtwerke stellen klar, dass aus ihrem Haus keine solchen Anrufe oder Besuche getätigt oder beauftragt wurden. Vielmehr warnen sie davor, die eigenen Daten unüberlegt preiszugeben.

Der Wechsel des Stromanbieters war vor Jahren noch aufwendig und dauerte mehrere Wochen. Heute gelten für den Wechselvorgang enge zeitliche Fristen. Der Informationsaustausch zwischen den beteiligten Lieferanten und Netzbetreibern erfolgt fast ausschließlich auf elektronischem Weg.
Es ist also denkbar, dass ein unseriöser Stromanbieter, der über Namen, Anschrift, Kunden- und Zählernummer verfügt, einen bestehenden Stromliefervertrag beim aktuellen Lieferanten kündigt und den Kunden als seinen eigenen anmeldet.

Natürlich lassen sich Geschäfte, die auf diese Weise entstanden sind, widerrufen und zurückabwickeln. Der betrogene Kunde hat hier jedoch das Nachsehen. Denn solange sich alle Beteiligten beim elektronischen Datenaustausch an die im Energierecht festgelegten „Spielregeln“ gehalten haben, ist er selbst in der Pflicht, sich um die Rückabwicklung zu kümmern und sich mit seinem nicht selbst gewählten neuen Stromanbieter ins Benehmen zu setzen.

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