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Sanierungsboom im Frühjahr

Erkrath. Immer mehr Hausbesitzer lassen ihre Gebäude energieeffizient sanieren. Darauf weisen die Stadtwerke Erkrath hin und beziehen sich auch auf eine aktuelle GfK-Untersuchung im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS), Berlin. Demnach hat ein Fünftel aller Wohneigentümer in den letzten drei Jahren Modernisierungs- bzw. Renovierungsarbeiten von über 5000 Euro an seiner Immobilie durchgeführt. Befragt worden waren für die Studie über 3100 Wohneigentümer. Auch in Erkrath würden jetzt zur klassischen Baustellenzeit im Frühjahr wieder die Arbeiten am und im Haus zunehmen.

Die Energieberaterin der Stadtwerke Erkrath, Christine Illgner, sieht dies auch als Resultat der Thermografieaktion, die die Stadtwerke im vergangenen Winter angeboten hatten. „Viele haben diese Möglichkeit genutzt, um Schwachstellen in der Gebäudehülle aufzuspüren. Die Aufnahmen machen deutlich, wo die Wärme aus dem Haus entweicht.  Es ist gut, dass wir mit unserer Aktion zu einem größeren Problembewusstsein beitragen konnten.“ Allein für den vergangenen Winter mussten sich viele Bürger auf  höhere Heizenergiekosten einstellen als noch für den Winter 2009/10. „In den letzten zehn Jahren hat es keinen so kalten Winter mehr gegeben wie im letzten Jahr“, sagt die Energieberaterin. Dementsprechend hoch seien der Energieverbrauch für die Heizung und die Kosten dafür. Förderprogramme für energieeffizientes Sanieren gibt es von der KfW-Bankengruppe.

Diese bietet für Privatpersonen mehrere Förderprogramme für energieeffiziente Sanierungen an. Darlehen für Sanierungsmaßnahmen bietet die Bankengruppe bereits ab 2,57% an. Für Sanierungen durch Eigenmittel können Zuschüsse beantragt werden, die je nach erreichtem Energieeffizienz-Standard bis zu 13125 Euro betragen. Auch die Kosten für die professionelle Begleitung der Umbaumaßnahmen durch einen Sachverständigen werden zur Hälfte bis zu einer Höhe von 2000 Euro durch Programme der KfW-Bankengruppe gefördert.

Die Stadtwerke Erkrath selbst unterstützen ihre Kunden  bei der Umstellung ihrer Heizung auf Erdgas.  Zudem werden Solaranlagen bezuschusst. Weitere Informationen unter www.stadtwerke-erkrath.de

Bei der GfK-Untersuchung hatten  48 % den Wunsch nach höherem Wohnkomfort als Grund für die Modernisierung angegeben, 47 % die Behebung akuter Schäden und 43 % die Minderung der Energiekosten. 12% nannten die öffentlichen Zuschüsse und 8 % frei gewordene Geldmittel, wie etwa ein zugeteilter Bausparvertrag. Nur 2% gaben an, durch gesetzliche Vorgaben zu größeren Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen veranlasst worden zu sein. In Deutschland werde inzwischen dreimal soviel für die Sanierung des Wohngebäudebestandes ausgegeben wie für den Neubau, so die LBS. Durchschnittlich investieren die Hauseigentümer für die Arbeiten am und im Haus knapp 21 000 Euro.

Investitionen in Fassadenarbeiten (17%), Dacharbeiten (15%) sowie in die Wärmedämmung des Daches (15%) waren nicht ganz so häufig anzutreffen. Eher selten mit je 4% waren Energieinvestitionen in Photovoltaikanlagen sowie Maßnahmen zum altersgerechten Wohnen.

Normale Schönheitsreparaturen und andere laufende kleinere Maßnahmen blieben unberücksichtigt. Nach Auskunft von LBS Research handelt es sich dabei in der Regel nicht um einzelne, spezifische Modernisierungsaktivitäten. Meist wurden mindestens zwei weitere Maßnahmen zusätzlich durchgeführt.

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