Folgen Sie uns:

Stadtwerke starten Naturstromfonds-Aktivitäten

Erkrath. Die Stadtwerke Erkrath haben ein geeignetes Gebäude für die Installation einer Photovoltaikanlage mit Mitteln aus ihrem Naturstromfonds gefunden: Kürzlich ist auf dem Dach des Sport- und Gesundheitszentrums an der Sedentalerstraße eine rund 200 m² große Anlage mit einer Leistung von 25,38 kWp errichtet worden. Mit Hilfe der Sonneneinstrahlung soll diese im Jahr etwa 22 000 kWh klimafreundlichen Strom produzieren. So können rund 17 500 kg  CO2-Emissionen gespart werden. Kooperationspartner der Stadtwerke ist der TSV Hochdahl, der sein Dach für das Klimaschutz-Projekt zur Verfügung stellt. Stadtwerke-Geschäftsführer Gregor Jeken dazu: „Wir freuen uns, dass wir für die Photovoltaikanlage die Unterstützung eines anerkannten lokalen Vereins gewonnen haben. So können wir den ersten Meilenstein im Rahmen unserer Naturstromfonds-Aktivitäten realisieren. Damit setzen wir ein starkes Zeichen für nachhaltige und umweltschonende Energiequellen.“ Für die Photovoltaikanlage waren Investitionen von insgesamt 79 000 Euro notwendig. 24 000 Euro wurden davon aus dem Fonds bezahlt, den restlichen Betrag steuerten die Stadtwerke dazu.

Die Mitglieder des TSV Hochdahl freuen sich über den neuen „Dachschmuck“, der das barrierefreie Sport- und Gesundheitszentrum an der Sedentaler Straße 107 ziert. „Das Projekt hat großen Rückhalt in unserem Verein. Schließlich liegt es uns allen am Herzen, etwas Sinnvolles für den Klimaschutz zu tun. Einige unserer Mitglieder haben auch schon eine derartige Anlage auf dem Dach ihres Privat-Hauses installiert“, sagt die Geschäftsführerin des TSV Hochdahl, Doris Küppers. „Mit den Stadtwerken haben wir dabei einen engagierten Partner, auf den wir uns wirklich verlassen können.“ Zu dem bürgernahen Energieversorger habe der 3800 Mitglieder zählende Verein bereits seit Jahren ein gutes Verhältnis.

Das Flachdach des Sport- und Gesundheitszentrums wurde ausgewählt, da es eine günstige Südausrichtung aufweist. Ferner bietet das Dach eine nahezu verschattungsfreie Fläche, so dass die Sonnenstrahlen ungehindert auf die Anlage fallen können. Diese besteht aus insgesamt 108 Modulen mit einer Leistung von jeweils 235 Watt und wurde vom Düsseldorfer Unternehmen Solarexpert installiert. Der klimafreundliche Strom wird direkt ins örtliche Netz eingespeist.

Um einen optimalen Betrieb der Anlage zu gewährleisten, setzen die Stadtwerke modernste Technik ein. So bekommt Stadtwerke-Energieberater Rainer Schwarz jeden Abend eine von der Anlage automatisch erzeugte Mail auf sein iPhone geschickt, die ihn über aktuelle Einspeisungsleistung und etwaige Störungen informiert.

Die Photovoltaikanlage an der Sedentaler Straße ist das erste große Projekt, das mit Hilfe von Mitteln aus dem Naturstromfonds finanziert wurde. Dieser war im August 2009 ins Leben gerufen worden, um den hohen Stellenwert umweltverträglicher und nachhaltiger Energieversorgung für Erkrath noch deutlicher zu unterstreichen. Mit einem Aufschlag von 2,2 Cent je Kilowattstunde können Stadtwerke-Kunden über ihre Stromrechnung in diesen Fonds einzahlen. Die Stadtwerke stocken diesen Betrag auf, so dass insgesamt 6 Cent je Kilowattstunde zusammenkommen. Die Gelder aus dem Naturstromfonds sollen für Regenerativ-Projekte in Erkrath zweckgebunden verwendet werden.

Die Resonanz auf dieses besondere Angebot der Stadtwerke fällt überaus positiv aus, wie Christine Illgner, Energieberaterin bei den Stadtwerken, berichtet. Demnach haben sich nach Einführung des Naturstromfonds im Jahr 2009 über 150 private Haushalte daran beteiligt und insgesamt 8700 Euro über ihre Stromrechnung eingezahlt. „Mit dieser guten Resonanz gleich beim ersten Startschuss hätten wir nicht gerechnet“, freut sich Illgner.

Bei den Regenerativstromanlagen, die aus dem Naturstromfonds finanziert werden, muss es sich nicht zwangsläufig um Photovoltaikanlagen handeln, aber sie sind im Vergleich zu anderen Anlagen vor Ort am schnellsten und einfachsten umzusetzen. „Dächer, die sich für Solarenergienutzung eignen, gibt es genug in Erkrath. Wir suchen uns natürlich Partner, die ein solches Projekt auch aus Überzeugung unterstützen“, erläutert Illgner. „Da wir auf Anlagenkomponenten aus deutscher Herstellung Wert legen, sind die Amortisationszeiten für Photovoltaikanlagen zwar verhältnismäßig lang. Doch bieten Solarstromanlagen auch ausreichend Planungssicherheit, so dass das investierte Geld letztlich gut angelegt ist.“

Stadtwerke Erkrath GmbH
Gruitener Str. 27 | 40699 Erkrath 
www.stadtwerke-erkrath.de
Pressekontakt:
EWALD PRÜNTE KOMMUNIKATION
D-59494 Soest | Schonekindstr. 29
fon 02921 785747 | info@ewald-pruente.de

Zurück zur Übersicht