Wir entwickeln eine neue Preisformel für unsere Fernwärme. Vertriebsleiter Michael Küpping erklärt, wie das mehr Transparenz schafft – und welche Vorteile unsere Kunden erwarten können.
Mit unseren Plänen für grüne Fernwärme stellen wir die Weichen für eine nachhaltige und zukunftssichere Wärmeversorgung in Erkrath. Ein Baustein: eine neue Preisformel für Fernwärme. Sie soll die Preisgestaltung nachvollziehbarer machen und die Möglichkeit bieten, Beschaffungsvorteile für die Kunden zu erwirtschaften. Dadurch können auch extreme Marktschwankungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Wärmepreis vermieden werden. Vertriebsleiter Michael Küpping erklärt: „Bisher basiert der Fernwärmepreis auf den Kostenentwicklungen, die sich aus statistischen Indizes ergeben und die Marktentwicklungen abbilden. Ab dem 1. Januar 2027 wollen wir den Fernwärmepreis auf Grundlage der tatsächlichen Kosten berechnen. Dank der dann möglichen flexiblen Beschaffungsmöglichkeiten können wir künftig noch stärker auf Marktchancen reagieren und zusätzliche Kostenvorteile direkt an unsere Kunden weitergeben. Das sorgt für mehr Transparenz.“
"Wer in klimafreundliche Lösungen investiert, soll davon spürbar profitieren. Wir dämpfen die Preissteigerungen durch die CO₂- Steuer für umweltbewusste Haushalte"
Michael Küpping, Vertriebsleitung Tweet
Vorteile für Sanierer
Die Dekarbonisierung spielt künftig eine Schlüsselrolle bei der Preisberechnung. Durch die steigende CO₂-Abgabe – also die Steuer auf den Ausstoß von Kohlendioxid – verteuern sich fossile Energieträger in den nächsten Jahren deutlich. „Wer in klimafreundliche Lösungen Wir entwickeln eine neue Preisformel für unsere Fernwärme. Vertriebsleiter Michael Küpping erklärt, wie das mehr Transparenz schafft – und welche Vorteile unsere Kunden erwarten können. investiert, soll davon spürbar profitieren. Wir dämpfen die Preissteigerungen durch die CO₂- Steuer für umweltbewusste Haushalte“, bringt es Michael Küpping auf den Punkt. Auch bei Mehrfamilienhäusern ändert sich die Abrechnung. Statt pauschal nach Quadratmetern Wohnfläche wird künftig der tatsächliche Leistungsbedarf zugrunde gelegt. „So kommt der Vorteil einer energetischen Sanierung endlich auch bei Mehrfamilienhäusern an“, sagt Michael Küpping.
Fernwärmenetz ausbauen
Parallel zur Preisreform verdichten und erweitern wir das Fernwärmenetz, wo es möglich ist. Michael Küpping erläutert: „Auf Basis der kommunalen Wärmeplanung für Erkrath, die Mitte 2027 vorliegen wird, erschließen wir gezielt neue Gebiete. Im nächsten Jahr sprechen wir die betroffenen Kunden direkt an.“ Auch Haushalte, die auf Wärmepumpen umsteigen, haben wir im Blick. „Wir wollen neue Kooperationsmodelle entwickeln, um individuelle Beratungen anzubieten. So planen wir Unterstützung bei Fragen zu Wärmebedarf, Anlagengröße, Kosten und Fördermöglichkeiten“, betont Michael Küpping. Wir werden neue Konzepte für den Einsatz von Wärmepumpen, nicht nur in Neubauten oder umfassend sanierten Häusern, sondern auch in Gebäuden, in denen größere Sanierungen derzeit nicht möglich sind, entwickeln. Unser Ziel ist es, Lösungen zu finden, die technisch zuverlässig, wirtschaftlich tragfähig und für die Kundinnen und Kunden einfach umsetzbar sind. Dabei möchten wir zeigen, dass klimafreundliches Heizen keine Frage des Geldbeutels sein muss, sondern für viele Haushalte möglich ist. Zusätzlich planen wir spezielle Wärmepumpentarife, die den Umstieg auf erneuerbare Wärme attraktiver machen.
Nahwärme als Quartierslösungen
Neben dem Fernwärmenetz setzen wir auf Nahwärme-Projekte, wie das in der Neuenhausstraße, wo rund 80 Wohneinheiten zentral versorgt werden. Solche Quartierslösungen ermöglichen eine effiziente, lokal angepasste Versorgung und sind ein wichtiger Schritt zur klimaneutralen Wärme. „Wir prüfen jedes Quartier und schauen, wo sich eine Umstellung lohnt“, erklärt Michael Küpping. Ziel ist es, die Wärmeversorgung Stück für Stück zu dekarbonisieren.
Messtechnik umrüsten
Auch technisch rüsten wir auf: Künftig statten wir alle Gebäude, die Fern- oder Nahwärme beziehen, mit Funkzählern aus. Diese Geräte übermitteln die Verbrauchsdaten automatisch – ohne Vor-Ort-Besuch. „Das spart Zeit, schützt die Privatsphäre unserer Kunden und ermöglicht schnellere Abrechnungen“, fasst Michael Küpping zusammen. Ein weiterer Vorteil: Ab 2027 können Kunden ihre Verbrauchswerte jederzeit online einsehen. So behalten sie Wärmeverbrauch und Kosten stets im Blick. „Mit Funkzählern und digitaler Erfassung machen wir die Wärmekostenabrechnung einfacher, schneller und transparenter – für alle Beteiligten“, unterstreicht Michael Küpping. Mit diesen Maßnahmen gestalten wir die Wärmeversorgung nicht nur nachhaltiger, sondern auch verständlicher und komfortabler für unsere Kunden.