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Produktionsanlagen

Einen beträchtlichen Teil der Jahresabgabe an Strom und Trinkwasser decken die Stadtwerke Erkrath aus eigenen Produktionsanlagen.
Den größten Beitrag zur Eigenerzeugung von elektrischer Energie leistet das Blockheizkraftwerk am Klinkerweg. Der hier erzeugte Strom deckt etwa 46 % der Jahres-Stromabgabe.

Jedes Jahr werden von den Stadtwerken Erkrath außerdem, ca. 850.000 m3 Grundwasser aus eigenen Brunnenanlagen in Hochdahl gefördert und im Wasserwerk an der Gruitener Straße zu Trinkwasser aufbereitet. Rund ein Drittel des in Erkrath abgegebenen Trinkwassers stammt also aus Eigenförderung.

BHKW am Klinkerweg

Parallel zum Erwerb des Stromnetzes begannen die Stadtwerke Erkrath, eine eigene Stromproduktion aufzubauen. Nach umfassenden Planungen fiel 1998 die Entscheidung zum Bau eines Blockheizkraftwerks am Standort des bestehenden Heizwerks in Hochdahl. Im April 2000 ging das Kraftwerk nach umfassendem Probebetrieb ans Netz.

Die Anlage wird nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung betrieben. Drei Erdgas-Otto-Motoren mit jeweils 16 Zylindern, einem Hubraum von 271 Litern (= 300 Kompakt-Pkws) und einer Leistung von jeweils 4.800 PS erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom. Durch diese Kraft-Wärme-Kopplung erreicht die Anlage einen hervorragenden Wirkungsgrad von bis zu 84 %. Vergleichbare Kraftwerke, deren Wärme ungenutzt bleibt, kommen lediglich auf Werte um die 40 %.

Je nach Betriebsweise und Jahreszeit beträgt die Energieeinsparung zwischen 40 und 50 % gegenüber herkömmlicher Kraftwerkstechnik. Mit der hohen Effizienz und dem sauberen Erdgas als Brennstoff hat das BHKW auch eine besonders günstige Umweltbilanz. Der erzeugte Strom (rund 70 Mio. Kilowattstunden) fließt in das Erkrather Stromnetz. Die Wärme (bis zu 73 Mio. Kilowattstunden) wird in das Hochdahler Fernwärmenetz eingespeist.

1991 Erste Überlegungen für die Errichtung des BHKW in Verbindung mit dem Fernheizwerk in Hochdahl
1995 Bestandsaufnahme und Prüfung der Projektvoraussetzungen
1996 Vorstudie
8/1997 Erste konkrete Planungsstudie
3/1998 Der Aufsichtsrat der Stadtwerke fällt einstimmigen Baubeschluss
1/1999 Ökologische und energiewirtschaftliche Bewertung des Projekts durch das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energiemissionsschutzrechtliche Genehmigung
6/1999 Baubeginn
11/1999 Anlieferung und Installation der Motoren und Anlagenteile
3/2000 Probebetrieb und Abnahme der Gesamtanlage
5/2000 Aufnahme der Anlage in das Gesetz zum Schutz der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung
2003 Das BHKW produziert rund 70 Mio. Kilowattstunden Strom und bis zu 73 Mio. Kilowattstunden Wärme

Wassergewinnung

Das Wasser, das in Alt-Erkrath aus dem Wasserhahn fließt, kommt aus Düsseldorf. Es handelt sich dabei um Rheinuferfiltrat – eine Mischung aus Grundwasser und dem Wasser, das an der Rheinsohle versickert. Das Rheinuferfiltrat wird aus 10 bis 30 m tiefen Brunnen gefördert, die in der Nähe des Rheinufers liegen.

In Hochdahl-Sandheide betreiben die Stadtwerke Erkrath einen eigenen Brunnen, der Grundwasser aus 50 m tief gelegenen Kalkzügen fördert und dessen Wasser bereits nahezu Trinkwasserqualität besitzt.

Wasseraufbereitung

Das Alt-Erkrather Trinkwasser wird in den Wasserwerken der Stadtwerke Düsseldorf aufbereitet und gelangt durch das Leitungsnetz bis nach Erkrath.

Die Stadtteile Hochdahl-und Unterfeldhaus werden vonm betriebseigenen Wasserwerk in Millrath aus versorgt. Etwa 50 % des vorhandenen Bedarfs wird aus den eigenen Brunnen Sandheide und Sedental gedeckt. Das aus den eigenen Brunnen gewonnene Wasser hat bereits nahezu Trinkwasserqualität. Im Wasserwerk an der Gruitener Straße wird dem Wasser durch Sauerstoffzugabe lediglich überschüssiges Eisen und Mangan entzogen. Die andere Hälfte des Trinkwassers für Hochdahl und unterfeldhaus kommt vom Wasserwerk Düsseldorf-Benrath.