Unser gutes Wasser

Die Stadtwerke haben ihre Wasserversorgung umgestellt – und sie so für die Zukunft gesichert. Eine Herausforderung für die Mitarbeiter: Gemeinsam stellt das zuständige Team sicher, dass in Erkrath ausgezeichnetes Trinkwasser aus dem Hahn fließt.

4700 Meter neue Transport- und Versorgungsleitungen, der Bau einer zusätzlichen Druckerhöhungsanlage, jede Menge Organisation – und nur sehr wenig Zeit. Das war die Ausgangslage, in der sich das Planungsteam der Stadtwerke Erkrath Anfang 2021 befand. Die erfahrenen Mitarbeiter bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Doch als sie den vorgegebenen Zeitplan hörten, wurde ihnen kurz mulmig. Ihre Aufgabe: die Umstellung der Erkrather Wasserversorgung vorzubereiten – und das in knapp zwei Jahren. Das neue Wasserbezugskonzept sieht vor, dass die Stadtwerke Erkrath die gesamte Wassermenge, die sie über den Eigenförderanteil hinaus benötigen, vollständig von den Stadtwerken Düsseldorf beziehen. Denn die Düsseldorfer können Erkrath größere Kapazitäten zur Verfügung stellen, als es dem Vorlieferanten möglich war. Ziel war, die Wasserversorgung vor Ort für die Zukunft zu sichern.

Herausforderung angenommen
Sofort machten sich die Kollegen an die Arbeit: Leitungsverlauf planen, Baumaßnahmen ausschreiben, Material bestellen – und jede Menge Probleme lösen. Zum Beispiel verliefen die Leitungen an zwei Stellen über Düsseldorfer Stadtgebiet. Dafür mussten die Stadtwerke-Mitarbeiter natürlich die entsprechenden Genehmigungen einholen. Manchmal kam auch der Zufall zu Hilfe. So hatten die Kollegen glücklicherweise das gesamte Material bereits im November 2021 bestellt. Denn mit Beginn des Krieges in der Ukraine im März 2022 stiegen nicht nur die Preise für das Baumaterial deutlich an, manche Teile waren schlichtweg nicht mehr zu bekommen. Kurz vor Abschluss der Bauarbeiten sorgte allerdings noch ein Munitionsfund dafür, dass sich die Arbeiten um rund vier Monate verlängerten.

"Unser Trinkwasser ist erstklassig"
Dirk Pohlig, Abteilungsleiter Neubau und Instandhaltung Gas/ Wasser
Dirk Pohlig und Monteur Stephan Hodi in der neuen Druckerhöhungsanlage, welche erst Mitte August feierlich eröffnet wurde.

Gemeinsamer Erfolg
All diese Unwägbarkeiten zeigten, dass sich ein derart großes Projekt nur gemeinsam umsetzen lässt. Hinter dem Vorhaben stand ein ganzes Team von Kollegen – zum Beispiel Christian van Leyen aus der Abteilung Asset Management und Planung, der das Projekt von Anfang an begleitet hat. Oder Dirk Gellweiler, der die Bauleitung vor Ort übernommen hat. Weiterhin haben Benjamin Ritterbach und Matthias Zwingen den wichtigen Part der Automatisierung beziehungsweise Fernwirktechnik umgesetzt. Nicht zuletzt hat auch die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Unternehmen entscheidend zum Gelingen der Arbeiten beigetragen.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer guten Abstimmung, das weiß auch Dirk Pohlig. Der Abteilungsleiter Neubau und Instandhaltung Gas/Wasser stieß im Dezember 2022 zu den Stadtwerken Erkrath. Seine Aufgabe: die neuen Anlagen mit seinem Team in Betrieb nehmen.

Erstklassiges Wasser: aber sicher!
Und das neue Wasserbezugskonzept funktioniert: Dank zusätzlicher Leitungen sind die ehemals zwei Teilnetze jetzt zu einem engmaschigen Netz  Zusammengewachsen. Während die beiden Stadtteile Alt-Erkrath und Unterfeldhaus bereits vorher mit Wasser aus Düsseldorf versorgt wurden, gelangt das Düsseldorfer Wasser nun bis nach Hochdahl.

Dort fließt künftig eine Mischung aus Düsseldorfer Wasser sowie Wasser aus den Stadtwerke-eigenen Brunnen Sandheide und Sedental aus der Leitung. Das Ziel, die Trinkwasserversorgung noch sicherer zu machen, haben die Stadtwerke erreicht: „Drei Übergabepunkte sowie die beiden Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von zusammen 8000 Kubikmetern können den Ausfall einzelner Bereiche leichter kompensieren“, weiß Dirk Pohlig. Dass dabei die Wasserqualität nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst. Leitungswasser unterliegt nach der Trinkwasserverordnung strengen Kontrollen. Die Stadtwerke halten die gesetzlichen Vorgaben konsequent ein: Fachleute entnehmen einmal im Monat an verschiedenen Stellen des Netzes Proben, die sie in einem zertifizierten Labor untersuchen lassen. „Unser Trinkwasser ist erstklassig“, betont der Abteilungsleiter.


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